Was wäre, wenn Er nicht gekommen wäre? Gedanken zum 1.Advent

Wenn Er nicht gekommen wäre…

26 Jahre ist es her, da kam der Eine und Einzige in mein Leben: der Einzige, der alles heil machen kann, weil er der einzige Heiland ist, der Retter, der Herr.

Damals machte er alles heil, was nur heil zu machen ist. Vor allen Dingen bracht er mir Dankbarkeit.

O wie schrecklich finster ist es in einem hochmütigen Herzen. Und alles, was noch nicht finster ist, muss dennoch in den Dreck gezogen werden.

Mein Heiland ist gekommen für die zerbrochenen Herzen: da ist ER Spezialist. In Sekundenschnelle heilt er mit Barmherzigkeit.

Und wer diese unfehlbare Behandlung einmal kennengelernt hat, weiß: Barmherzigkeit ist die Quelle des lebendigen Wassers, das übersprudelt noch und noch. Da fehlt nicht viel und alle Mitmenschen sind davon betroffen.

Denn dieses Heilwasser muss überall hin – so wie ein Priester mit Weihwasser wedelt, so muss der bei uns angekommene Eine überall hin und mit allen in Kontakt kommen.

Und was wäre nun wirklich, wenn der Eine und Einzige nicht gekommen wäre? Vielleicht weil die Allerseligste Jungfrau keine Zeit hatte: Mani- und Pediküre und Shopping und Adventstombola?

Wenn sie einfach gemeint hätte: igittigitt – der dicke Bauch mit den Falten danach und das Blut und das ganze Gespei beim Füttern und dann die Augenringe wegen dem fehlenden Nachtschlaf?

Dann wäre der Advent genau so, wie er für die allermeisten Menschen heute wohl ist: dunkel und kalt und düster. Keine Hoffnung auf Rettung – nur ewige Selbstbespiegelung mit tausenderlei Ablenkungen.

Nein, die Allerseligste Jungfrau war eine gute Mutter: sie gab sich ganz hin – und starb, weil es ihr das Herz zerbrach vor lauter Sehnsucht nach ihrem eingeborenen Sohn, der schon im Himmel war.

Und wir, die wir von dem Einen wissen: können wir schweigen?

Hier das sicher schönste Adventslied: es muss ein Marienlied sein!


1. Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.

2. Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.

3. Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.

4. Zu Bethlehem geboren
im Stall ein Kindelein,
gibt sich für uns verloren;
gelobet muß es sein.

5. Und wer dies Kind mit Freuden
umfangen, küssen will,
muß vorher mit ihm leiden
groß Pein und Marter viel,

6. danach mit ihm auch sterben
und geistlich auferstehn,
das ewig Leben erben,
wie an ihm ist geschehn.[1]

7. Maria, Gottes Mutter,
gelobet musst du sein.
Jesus ist unser Bruder,
das liebe Kindelein.

 

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