Geweihte Menschen = Weihnachten!

Wenn drei Helden zusammenwirken, ist Weihnachten

Berlin, Heiligabend 2017

Selten machen wir uns Gedanken, wie wohl die ganz persönlichen Perspektiven der Heiligen Familie ausgesehen haben mögen.

Da ist nun einmal die Mutter. Ein blutjunges Mädchen von nicht einmal fünfzehn Jahren. Wir würden heute warnen und sagen: „Mädel, du weißt noch gar nichts vom Leben; warte erst einmal ab.“

Und überhaupt: so ein junges Ding ist viel zu unreif für die Hingabe und sich verschenken, wie es Eltern lernen müssen.

Quasi mitten in der Pub-Phase: und schon schien das ganze Leben gelaufen zu sein.

Aber unser liebe Jungfrau wusste genau, auf wen sie sich eingelassen hat: auf den lebendigen Gott! Den betet sie Tag und Nacht an. Und von dem wusste sie als weibliches Wesen alles, denn sie war ihm im Tempel anempfohlen.

Blutjung – und alles für Gott: wow!

Und dann Josef, der so genannte Vater. Er hatte das fromme Mädel sehr lieb, das schon. Dann war sie plötzlich schwanger, aber nicht von ihm.

Er hatte das junge Ding so lieb, dass er es beschützen wollte, denn auf einem unehelichen Kind stand die Steinigung als Todesstrafe.

Er war der Nährvater: still und ergeben und kein Wort sagend (echt: im Neuen Testament ist nichts überliefert, wie ich heute in der Predigt vernahm!).

Und der größte der Helden: Gottes Sohn. Er verließ einfach den Himmel, den besten Ort des Universums, um mal eben Mensch zu werden.

Leiden ist sein Beruf hier auf Erden gewesen: nicht nur unter den Folterqualen betrunkener Henkersknechte, sondern vor allem durch uns. Heuer brennt die Kirche und niemand will löschen. Alle wollen es möglichst bequem: mag alles zugrunde gehen und die Sünder zu Millionen ohne Orientierung in der Hölle landen.

Nein, das muss erst einmal ausdiskutiert werden: so schlimm kann es nicht sein!

Unsere drei Helden sind anders als wir bequeme Sonntagschristen: sie geben alles – und erwarten als Dank allein den Gotteslohn!

Möge Gott uns segnen, damit wir ein bisschen so werden wir die Heilige Familie – nur ein bisschen, gell!

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