Apologia Pro Episcopus Andreas Laun

Warum die LGBT-Bewegung den Bischof vor Kriminalisierung schützen muss

Berlin, 13.Februar 2018

Der emeritierte Weihbischof von Salzburg, Andreas Laun, ist nicht irgendeiner, der pöbelnd und voller Hass durch die Welt- und Kirchengeschichte rennt. Nein, er ist ein tapferer Mann mit weitem Herz und noch offeneren Worten. Und jetzt hat er wieder geredet, besser gesagt geschrieben – im katholischen Internetportal kath.net: Bischof Laun gegen Homo-Segnung)

Und was hat her gesagt, damit ihn so genannte Wohlmeinende vor Gericht ziehen wollen? Gar nichts Schlimmes, denn er hat nur die geltende katholische Lehre verteidigt. Und nach dieser ist gelebte Homosexualität eine schwere Sünde. Punkt.

Bischof Laun ist ein verdienstvoller Mann, der Bücher herausgibt. Eines nennt sich ‚Homosexualität aus katholischer Sicht‘ – und beginnt mit einem ‚Gebet für Männer und Frauen, die an homosexuellen Versuchungen leiden‘.

Nein, Bischof Laun liebt Sünder und will das Leben vor der Sünde schützen: von Beginn als Eizelle bis zum Tod; damit die alten und die neuen Nazis – und im Gefolge die totalitären Ideologien – nicht mehr Leben als ‚unwert‘ aussortieren.

Was hat er so Anrüchiges gesagt? Nichts für das man ins Zuchthaus kommt:

Also könnte man kein Bordell einweihen, kein KZ oder Waffen segnen, die nicht ausschließlich zur Jagd oder zur legitimen Verteidigung bestimmt sind.

Und:

Darum ist klar, man darf auch nicht eine Verbindung segnen, die sündhaft ist, nicht die Mafia, keinen Segen für Vereinigungen oder Einrichtungen geben, die Abtreibung fördern und durchführen oder glaubensfeindliche Ideologien verbreiten, antisemitische Inhalte und andere Formen rassenfeindlichen Denkens.

Was ist an diesem Rundumschlag anstößig? Im Grundsatz zählt er alles auf, was im Theologendeutsch ‚Todsünde‘ ist. Und die meisten von uns empfinden doch wohl einen deutlichen Abscheu vor jeder einzelnen Zuordnung: oder? Denn bewusst nennt er viele Gruppierungen, so dass es eben nicht möglich ist, ihn als ‚homophob‘ abzustrafen.

Ausgerechnet so genannte Glaubensbrüder der evangelisch-reformierten Kirche spielen sich als Scharfmacher auf und wollen ihn vor Gericht zerren: Queer.de kriminalisiert Laun).

Und hier die Gründe, warum es lächerlich ist, den guten Ruf des Weihbischofs mit üblen ‚Homo-Hass‘-Schreien zu morden.

  1. Die Religionsfreiheit ist der Wurzel nach in ihrer Entwicklung viel früher zu verorten als alle anderen Freiheiten in unserer Demokratie. Wer einem Bischof das Ausüben seines Amtes verbietet, hat letztlich keine Argumente mehr, wenn Homosexuelle von anderen Religionsgruppen ausgepeitscht oder von Klippen gestoßen werden.
  2. Die Verhunzung des öffentlichen Raumes durch den denkbar größten Druck: die Kriminalisierung mit deren gebilligten Folgen Ächtung und wirtschaftlicher Ruin, denn wenn das Schule macht, herrscht nicht die öffentliche Meinung, sondern die Kleingeister der Gerichtsbürokratie.
  3. Unsere katholische Religion schützt die ungeborenen Kleinsten und die siechen Greise: was macht die LGBT-Bewegung so sicher, dass sie den Schutz der katholischen Religion, genannt Nächstenliebe, nicht noch benötigen wird, dann nämlich, wenn der Wind wieder aus der ganz anderen Richtung bläst?
  4. Der wichtigste Grund ist die Seele selbst: die Ultraliberalen scheinbaren LGBT-Freunde und die Ultrakonservativen echten Homo-Hasser (z.B. der Bischof Williamson von kreuz.net) haben eines gemein darin, dass sie sich für das Seelenheil der Homosexuellen nicht interessieren. Bischof Laun ist schon zu alt, um irgendwelche Interessen in dieser Welt zu haben – spricht das nicht für seinen Eifer für die Seelen?

Liebe Leute, ist es nicht an der Zeit, Vernunft walten zu lassen – und den lächerlichen Hitzköpfen Einhalt zu gebieten?

 

 

 

 

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