Von der Interkommunion zur Homo-Segnung

In Trippelschritten zur offenen Unzucht

Berlin, 22.Februar 2018

War da nicht etwas? Erst Homo-Segnung ja, dann vielleicht doch nicht? Ganz Genaues weiß man nicht, oder?

Bei der Eucharistie weiß man es seit zweitausend Jahren: Bekehrung, gültige Taufe, Lebensbeichte und dann erst als letzten Schlussstein Leib und Blut Jesu.

Warum diese sakramentale Ordnung? Der ganz Reine, Jesus selbst nämlich, gab sich uns unreinen Sündern nicht zur Anbetung eines goldenes Kelches mit Juwelen und Perlen, sondern um uns in den Himmel zu führen.

ER ist das Brot der Engel. Und wir brauchen Seinen Leib und sein Blut, um ganz rein wie ER zu werden und zu bleiben.

Ohne die Lebensbeichte, in welcher wir mit dem lebendigen Gott versöhnt werden, gereicht uns die Eucharistie zum Gericht (I Kor 11,29).

Und nur deswegen ist sie Nicht-Katholiken verwehrt: das ist eben kein böser Wille, sondern die Anordnung des Herrn selbst, die ER seiner Kirche übergeben hat:

Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. (I Kor 11,27-29)

Und diese gute Lehre drückt sich im Kirchenrecht aus, in welchem es heißt:

Can. 844 — § 1. Katholische Spender spenden die Sakramente erlaubt nur katholischen Gläubigen; ebenso empfangen diese die Sakramente erlaubt nur von katholischen Spendern; zu beachten sind aber die Bestimmungen der §§ 2, 3 und 4 dieses Canons sowie des can. 861, § 2. Kirchenrecht zu den Sakramenten)

Die DBK möchte die Interkommunion: beide Ehepartner mit je verschiedenen christlichen Konfessionen (evangelisch und katholisch) sollen die Eucharistie empfangen dürfen.

Die DBK schreibt in ihrer Erklärung vom heutigen 22.Februar 2018:

Hier kann ein „schwerwiegendes geistliches Bedürfnis“ entstehen, das es nach dem Kirchenrecht (auf der Grundlage von c. 844 § 4 CIC) möglich macht, dass der evangelische Ehepartner zum Tisch des Herrn hinzutritt, wenn er den katholischen Eucharistieglauben bejaht.  DBK zur Interkommunion)

Eindeutig geht es der DBK nicht darum, dass der evangelische Mitchrist katholisch werden soll und vorher gebeichtet hat. Es geht nur um die gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie.

Sakramental gesehen geht also ein katholischer Christ im Stande der Gnade mit einem Christen zum Herrenmahl, der seine Sünden gar nicht gebeichtet hat: er ist de facto im Stande der Todsünde.

Nach guter katholischer Lehre war das noch nie erlaubt. Denn auch in Absatz 4 im CIC 844 ist ganz deutlich von allen notwendigen Sakramenten die Rede:

§ 4. Wenn Todesgefahr besteht oder wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs bzw. der Bischofskonferenz eine andere schwere Notlage dazu drängt, spenden katholische Spender diese Sakramente erlaubt auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können und von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind.

Einen katholischen Glauben light kann es nicht geben. Das Kirchenrecht betont eindeutig, dass mit der heiligen Eucharistie alle Sakramente anerkannt werden müssen, also natürlich auch die Beichte.

So muss, logisch gesehen, der evangelische Christ also katholisch werden – mindestens den Willen dazu haben -, denn es heißt ebendort, er müsse

bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden

Die Interkommunion war schon immer ein heißes Eisen und schon immer randständig, weil nicht erlaubt. Wer will in die Seele des evangelischen Christen schauen, um festzustellen, dass er so heilig ist, dass er die Beichte nicht braucht?

Wenn also evangelische Christen ohne Beichte zur Kommunion gehen dürfen, dann dürfen dies alle anderen Getauften und sogar Ungetaufte auch: es ist die gleiche Logik!

Das Schlimme ist doch: die armen Gläubigen werden um ihre ewige Seligkeit gebracht – und nicht nur die Ehe wird verderben, sondern die ganze Kirche gleich mit.

 

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