Der Löwe von Mainz brüllt

Uff, ich dachte schon, im DBK-Land herrsche Stillschweigen!

Berlin, 1.März 2018

Oh wie schön ist das: es müllert wieder in Deutschland – der eine sorgt für die Milch, der andere für die Fußballtore und der wichtigste Müller für den Glauben in Deutschland.

Die katholische Wochenzeitung ‚Die Tagespost‘ hätte mir zum Monatsanfang kein schöneres Geschenk machen können, als gerade dieses Interview (Interview mit Kardinal Müller).

Er brüllt gewaltig, und es bleibt kein Auge trocken: Kardinal gegen Kardinal, ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation versus Vorsitzender der DBK.

  1. O-Ton Müller:

Die Kirche ist der mystische Leib Christi und die Eucharistie der sakramentale Leib Christi, den man nur empfangen kann, wenn man im Bekenntnis und im Gnadenstand ganz und ohne Hindernis eben der sichtbar einen Kirche angehört.

2. O-Ton Müller:

Aber die Ehe mit einem katholischen Partner, die Verwandtschaft oder gute Bekanntschaft mit nicht-katholischen Christen erfüllen nicht die Voraussetzungen für diese Notsituation, wo es um das ewige Heil geht. Wer den katholischen Eucharistie-Glauben teilt, muss überdies die ihm entgegenstehenden Lehren nicht-katholischer Gemeinschaften ablehnen.

3. O-Ton Müller mit dem Wink mit dem Zahnpfahl:

Die Formulierung „Einzelfälle“ ist ein rhetorischer Trick.

4. O-Ton Müller:

Es ist nicht richtig, can. 844, § 4 CIC auf konfessionsverschiedene Ehen in dieser grundsätzlichen Weise anzuwenden. Die konfessionsverschiedene Ehe ist keine Notsituation. Durch sie wird das Heil der Ehepartner nicht gefährdet.

5. O-Ton Müller zur Homo-Segnung:

Ich kann ebenso wenig einzelne Wahrheiten des Glaubens bei Gelegenheit verleugnen, wie ich im Einzelfall gegen die Gebote Gottes verstoßen kann, der mir darin den Weg zu meinem Heil und Wohl weist.

Also, liebe Leute, lest es selbst – endlich einer, der sich aus der Böschung wagt und wirklich nicht in Andeutungen sich verbiegt. Herrlicher katholischer Glauben: angriffslustig und um keine Antwort verlegen.

Lieber Herr Kardinal Müller, ab heute haben Sie einen noch größeren Ehrenplatz in meinem Gebet, denn ich nenne Sie vor Gott bei Ihrem Vornamen: Gerhard.

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