Demo für Jesus mitten durch Berlin

Gestriger Bußgang Berliner Katholiken

Berlin, Lätare 2018

Oh, wie schön war das gestern: so um die 400 Berliner Gläubige aus allen Nationen waren unterwegs. Bei Nieselregen und lautem ‚Ave Maria‘ (ja, auf dem Foto ist die Heilige Jungfrau von Guadalupe mit meiner Wenigkeit zu sehen) zeigten wir, dass es Gott gibt – Fleisch geworden in uns Christen. Demo für Jesus: was kann schöner sein?

Mein nassen Füße waren aufgrund der kaputten Schuhe (habe ich erst heute Morgen entdeckt) eine leichte Buße für meine Demos, als ich noch Kommunist war: Anti-Reagan, Anti-Haig und Anti-Bush.

Berlin ist ja ein echter Schmelztiegel aller Nationen: wir sind Weltkirche im allerbesten Sinne – und schritten von St. Clemens mit einer gelungenen Einleitung von Prälat Stefan Dybowski zur Topografie des Terrors zum Holocaust-Mahnmal bis zur Bischofskirche St. Hedwig.

Getreu dem Motto ‚Dem Gewissen folgen‘ suchten wir Orte auf, an denen der Selige Bernhard Lichtenberg gelitten hatte bzw. die etwas mit ihm zu tun hatten.

Ein bisschen schwach war nur der Abschlussgottesdienst in St. Hedwig. Die Frage, was bedeutet es heute, seinem Gewissen zu folgen, wurde weder gestellt noch beantwortet. Und noch verwirrender: dem Gewissen zu folgen, ist kein Luxus, sondern selbstverständliche Pflicht – wir sind nicht edle Gutmenschen, wenn wir dem Bösen widerstehen – sondern Christen!

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