Über die Fußnote 351 von Amoris laetitiae

Warum es unklug ist, forum externum und internum zu vermischen

Karfreitag 2018

Mit dem Auge der Vernunft (forum externum) kann nur von äußeren Tatsachen auf mögliche innere Seelenzustände (forum internum) zurück geschlossen werden.

Nur die Gabe der Herzensschau wie sie weiland der heilige Pater Pio und der heilige Pfarrer von Ars hatten, lässt tiefer blicken.

Schauen wir auf die Heilige Familie mit Maria, Josef und Jesus, so erkennen wir leicht, wie tief menschliche Abgründe sein können.

 

  1. Maria

Durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes glauben wir, dass sie immer Jungfrau war: vor, während und nach ihrer Schwangerschaft. Das menschliche Urteil über sie musste dagegen anders lauten: Ehebrecherin.

 

  1. Josef

Der Nährvater Jesu war mit der Jungfrau Maria verlobt, als sie ohne sein Mittun schwanger wurde. Er ist also in den Augen der Welt einer, der die Todsünde der Unzucht deckt.

 

  1. Jesus

Nun, der Sprössling einer Jungfrau ohne jeden menschlichen Sexualverkehr war Gottes Sohn – und als solcher Teil der Heiligen Dreifaltigkeit, also selbst Gott.

Das Judentum bekennt nur Gott als Vater und kennt keinen Sohn, was also automatisch eine Gotteslästerung sein muss.

 

  1. Thomas Morus

Der Heilige Thomas Morus bekannte die katholische Ehelehre, nach welcher Heinrich VIII. keine andere Ehefrau haben durfte, als die ihm rechtmäßig angetraute. Und er bekannte, dass der Papst das Oberhaupt der Kirche ist. Das wurde nach weltlichem Recht zum Staatsverrat umgedeutet, weshalb er enthauptet wurde.

Ein Beichtvater, der nicht treu zu Rom gestanden hätte, hätte von Morus das Abschwören seines scheinbaren Hochverrates verlangen müssen, um ihm die Absolution zu geben.

 

  1. Fazit

Nur der heilige Thomas Morus konnte aufgrund der klar bezeugten Kirchenlehre mit Recht auf seine Absolution hoffen. Die gesamte Heilige Familie hatte keine äußeren Zeugen, die den Menschen im forum externum zugänglich wären.

Mit anderen Worten: beide Sichtweisen zu vermischen, hilft niemandem. Es verwirrt nicht nur die Beichtkinder, sondern die ganze Kirche.

Es ist vollkommen unklug, über die möglichen Seelenzustände des Beichtkindes zu rätseln. Und noch dümmer ist es, tausende von möglichen Fällen zu konstruieren.

 

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