Warum Jesus gekreuzigt wurde – ein Gottesbeweis

Warum Christus gekreuzigt wurde

Berlin, Karfreitag 2018

Dass Jesus der Sohn Gottes ist, zeigt sich als Gottesbeweis in seinem Tod: ER hat uns Menschen vorausgesagt, dass wir die Bosheit mehr lieben als ihn:

Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. (Evangelist Johannes, 1.Kapitel, Vers 11)

Mit einem Wort: Gott kennt uns so genau, dass ER von Anfang an wusste, wes Geistes Kinder wir sind.

Ich glaube nicht, dass es irgendein geheimnisvolles Verhängnis ist, warum Jesus gekreuzigt worden ist. Nein, es war einfach nur, weil ER den Willen Gottes tat und dabei die Pläne der Mächtigen dieser Welt durchkreuzte.

Komisch daran ist gar nichts. ER passte nicht in die Pläne dieser Welt. Und wer nicht in diese Welt passt, fällt buchstäblich aus ihr heraus – quasi durch ein Welt-Zeit-Loch in den Himmel.

Das ist aber ziemlich unheimlich, denn es entlarvt die Bosheit dieser Welt. Eigentlich müsste doch diese Welt mit den Hosanna-Rufen nicht mehr aufhören.

ER heilte alle, die es wollten. ER vermehrte Brot für Tausende. ER ließ Tote auferstehen. ER konnte die Zukunft vorhersagen. Und ER mochte Menschen, vor allen Dingen die einfachen normalen Leute.

Warum nur eckte er so an, dass Sein Gutes so gar nicht ins Gewicht fiel? Warum wollten die Leute lieber böse sein, als sich vom Guten begeistern zu lassen?

Das ist das Geheimnis der Bosheit: die Selbstliebe. Jesus lebte die Entgrenzung: Gott lieben heißt den Nächsten zu lieben, also mein Gutes mit dem anderen zu teilen.

Die Selbstliebe scheint auf den ersten Blick vernünftiger: ich behalte einfach, was ich habe; und Gedanken machen über den anderen erspare ich mir dann auch noch. So gewinne ich scheinbar.

Unheimlich bleibt es: wenn Gott den Menschen so nahe kommt, dass Wunder Alltag sind, dann sollte man so einen Gottmenschen doch wohl für sich selbst gewinnen wollen – und nicht umbringen, oder?

Das Geheimnis der Bosheit ist aber wohl gerade das: Gott zu lieben ist vernünftig – sich selbst allein zu lieben, reiner Wahnsinn.

Denn wir selbst können allein nicht bestehen. Wir brauchen einander. Nächstenliebe ist den Menschen eigentlich genetisch eingeprägt.

Nun, wir alle kennen jemanden, von dem wir meinen: der ist so schlimm, das geht gar nicht!

Und das ist das Geheimnis der Bosheit: wir wollen nicht in den Spiegel blicken! Und deshalb wurde Jesus gekreuzigt.

Unser schlechtes Gewissen vielen anderen Menschen ist so groß, dass wir buchstäblich zum Mörder werden: zuerst in unserem Gewissen, dann auch physisch.

Nein, der Tod Jesu ereignet sich vielfach: die vielen Hundertausend Christen, die jedes Jahr gemordet werden, können ein Lied davon singen.

Tun wir es deshalb unserem Heiligen Vater Franziskus nach: erneuern wir unser Taufgelübde und unterwerfen wir uns ganz dem heiligen Willen Gottes! Amen.

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