Eine Einzelfall-Klarstellung nach der anderen…

Ein DBK-Sandkorn nach dem anderen

Berlin, 19.April 2018

Also, im März haben sieben deutsche Bischöfe einen Brief nach Rom geschickt, um Einwände gegen die Interkommunion-Handreichung Nummer Eins vorzubringen. Der Brief ist in Rom angekommen und wurde in der gestrigen kath.net-Meldung als vom Papst ‚abgelehnt‘ betrachtet.

Während dieser Zeit tagte die DBK-Interkommunion-Kommission, die die Kritik der sieben Bischöfe aufgenommen und überarbeitet hat; es entstand Handreichung II. Und darauf bezieht sich die Meldung von katholisch.de ( katholisch.de verwirrt), wonach der Heilige Vater die neue Handreichung noch gar nicht kennen könnte, denn sie solle ja erst an diesem Montag, 23.4.18, vorgestellt werden:

Die Bischofskonferenz teilte nun weiter mit, dass inzwischen eine neue Fassung der „pastoralen Handreichung“ zum Kommunionempfang für evangelische Partner erarbeitet worden sei. Die nach der Vollversammlung in Ingolstadt noch eingegangenen „Änderungsvorschläge“ von Bischöfen seien demnach eingearbeitet worden. Die finale Fassung – so der Beschluss der Vollversammlung – werde vom Vorsitzenden der Glaubenskommission, Bischof Karl-Heinz-Wiesemann, dem Vorsitzenden der Ökumenekommission, Bischof Gerhard Feige, sowie dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz „festgestellt“. Kardinal Marx wolle den Ständigen Rat in seiner turnusmäßigen Sitzung am kommenden Montag über den aktuellen Stand informieren.

Stimmt: das aller neueste Einzelfall-Papier ist so sehr aktuell, dass es noch niemand kennt, also so richtig Einzelfallmäßig gewissermaßen…

Aber: heißt das, dass der Vatikan nicht arbeiten darf – und keine Briefe zur Antwort geben kann, die sich wiederum auf Briefe beziehen, die im Vatikan ankommen?

Doch wohl nicht, oder? Also die Jungs und Mädels von kath.net haben Recht – und die anderen, die sich ihnen angeschlossen haben, wohl auch ( Kath.net zu Interkommunion):

Inzwischen haben weiteren katholische Medien, darunter dem National Catholic Register und auch die CNA, die ebenfalls direkt bei Vatikanquellen angefragt haben, die Information von kath.net bestätigt.

Besonders brisant ist die Enthüllung des Vatikanjournalisten Edward Pentin. Der für gewöhnlich sehr gut informierte Journalist berichtet auf Twitter unter Berufung auf Vatikanquellen, dass Papst Franziskus nicht wollte, dass die Verwerfung des Vorschlags der Deutschen Bischofskonferenz durch die Glaubenskongregation öffentlich bekannt wird. Pentin berichtet später beim „National Catholic Register“ unter Berufung auf hochrangige Quellen aus Deutschland, dass der Brief eine Verwerfung des Pastoralplans sei. Hier gäbe es keine Unterschiede zwischen Erzbischof Luis Ladaria, dem jetzigen Präfekten der Glaubenskongregation, und seinen Vorgänger, Gerhard Kardinal Müller.

Was also sollen die Klügeleien von katholisch.de? Doch wohl nur Gesichtswahrung für den janz janz großen DBK-Chef – und Geldgeber.

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