Ein Halleluja für Bischof Oster

Gut katholische Argumente gegen die Interkommunion

Berlin, 23.April 2018

Wenn man die Interviews mit Kardinal Woelki und Erzbischof Schick liest, hat man nicht den Eindruck, es ginge um die ganze katholische Lehre.

Bei dem Passauer Bischof Stefan Oster ist das anders. Er nimmt den Fehdehandschuh auf und schüttelt mehre gute Argumente aus dem Ärmel. Und sicher kennt er den guten Beitrag von Kardinal Müller.

Des Passauer Bischofs Argumentation findet sich im Passauer Bistumsblatt allerdings nicht direkt: weder auf der Startseite noch über einen Link auf eine andere Unterseite.

Aber der Bischof hat seinen eigenen lesenswerten Internetauftritt unter stefan-oster.de und dort können wir zur Interkommunion unter dem Datum 15.April vier wichtige Gedanken lesen (Bischof Oster zur Interkommunion ).

  1. Wer die Eucharistie will, betet mit der ganzen katholischen Kirche:

Wer das „Amen“ am Ende des Hochgebetes sagen kann, der bejaht die darin mitgesagte Gemeinschaft mit dem Papst und den Bischöfen und mit den Heiligen. Er bejaht das besondere Priestertum, das Gebet zur Mutter des Herrn und für die Verstorbenen – um nur die Punkte zu nennen, die uns zum Beispiel im Kirchenverständnis von unseren evangelischen Geschwistern deutlich unterscheiden.

Mit einem Wort: die Lex Orandi ist die Lex Credendi – wer katholisch betet, glaubt katholisch.

 

2. Ein Widerspruch in sich ist es, wenn der katholische Partner nicht ebenfalls zum evangelischen Abendmahl hinzutreten soll:

Gleichzeitig wird im Papier aber gesagt, dass der katholische Partner dennoch nicht zum Beispiel zum evangelischen Abendmahl hinzutreten könne, eben weil das Verständnis dieses Abendmahles so deutlich anders ist. Das heißt: Selbstverständlich kann dann also nach der Logik des Entwurfspapiers z. B. der evangelische Partner zu beidem, zu Eucharistie und Abendmahl, hinzutreten, aber der katholische eben nicht.

Offensichtlich misst die Zwei-Drittel-Mehrheits-Gruppe um Kardinal Müller mit zweierlei Maß.

 

3. Der Zusammenhang von Beichte und Eucharistie bzw. Sünde und Sündenvergebung ist nicht gegeben:

Weiterhin ist in dem Entwurf der Zusammenhang zwischen Eucharistie und Beichte nicht geklärt. Wir fordern heute in unserer kirchlichen Praxis im Grunde von jedem Kommunionkind, dass es vor der Eucharistie zum Beichten geht, weil es einen inneren Zusammenhang gibt, zwischen dem inneren Zustand und dem Empfang der Eucharistie. Und auch wenn die Beichtpraxis bei uns stark zurückgegangen ist, bedeutet dies freilich nicht, dass der innere Zusammenhang zwischen den beiden Sakramenten aufgelöst wäre.

Das ist in meinen Augen der Casus Knaxus. Die sakramentale Gemeinschaft mit Jesus will die Heiligkeit des Gläubigen. Die Sünde soll nicht mehr sein, weil die Welt mit ihren Ansprüchen zurücktritt – und eben auch alle Bande dieser Welt in der Ehe.

 

4.  Einzelfälle werden schnell generalisiert:

Ein weiterer Punkt (neben anderen) ist die Erfahrung mit der Aufnahme eines solchen Dokumentes unter unseren Gläubigen, vor allem auch in der medialen Vermittlung: Die Erfahrungen aus früheren Regelungen zeigen, dass das, was hier als Ausnahme im Einzelfall („schwere Notlage und Teilen des vollen Eucharistieverständnisses“) geschildert wird, in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird als weitgehend generelle Erlaubnis im Sinn von: „Jetzt dürfen die anderen endlich auch bei uns zur Kommunion gehen.“

Wer dieses Argument bedenkt, wird leicht zustimmen und sagen: wie kann der ranghöchste Klerus um die DBK-Spitze mit einem Federstrich die Schleusen für das Chaos von so genannten ‚Einzelfall‘-Lösungen öffnen und damit hinwegspülen, was Generationen von Gemeindepfarrer Jahr um Jahr ihren Schäflein einbläuen?

Hut ab, lieber Bischof Oster, hier spricht nicht nur die Stimme der Vernunft, sondern die Gemeinde Gottes selbst: Danke!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wer auf der Seite von stefan-oster.de ist, dem begegnet eine Unmenge an guten Beiträgen. Gewiss werden wir noch viel von ihm hören!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s