Klartext sprechende Bischöfe: eine neue Erfahrung – wow!

Ein Halleluja auf Bischof Voderholzer

Berlin, 24. April 2018

Das ist das noch erleben darf: Ortsbischöfe, die vom Glauben sprechen; Ortsbischöfe, die auch eine schwierige Materie zu erläutern versuchen; Ortsbischöfe, die katholisches Glaubensprofil zeigen! Meine Herren: mehr davon, bitte!

Ja, darum will ich bitten – den Herrn der Bischöfe selbst, den Hirten aller Hirten!

Und was hat uns der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer zu sagen? Viel, und er setzt andere Akzente als der Passauer Bischof Oster. Auf der Startseite des Bistums können wir lesen ( Bischof Voderholzer zur Interkommunion ):

  1. Ökumene und Weltkirche

In der Frage der Ökumene müssen wir nicht zuletzt auch die Sicht der Ostkirchen berücksichtigen. Dort wird der Zusammenhang zwischen Kirchengemeinschaft und Eucharistiegemeinschaft noch tiefer gesehen als in der Westkirche. Wenn die katholische Kirche diese Sicht verdunkelt, vergrößert sie erheblich den Graben zu den orthodoxen Kirchen.

 

2. Stellenwert des protestantischen Abendmahls gegenüber der katholischen Eucharistie

Wer den Wortgottesdienst feiert, hat schon die höchste Form der Gottesbegegnung, über die hinaus das Abendmahl keinen Mehrwert darstellt […]. Entsprechend selten wird das Abendmahl gereicht, im Durchschnitt einmal im Monat. In der katholischen Kirche feiern wir nicht nur selbstverständlich an jedem Sonntag und an jedem Feiertag die Eucharistie, sondern sogar täglich.

 

3. Bekenntnischarakter der Eucharistiefeier: in ihr feiert die ganze Kirche

Am deutlichsten beim Höhepunkt der Heiligen Messe im Eucharistischen Hochgebet, in dessen Zentrum vom Priester die Wandlungsworte gesprochen werden. Das Hochgebet wird gesprochen in Einheit mit dem Papst und den Bischöfen. Der Name des Bischofs wird ebenso genannt wie der Name des Papstes, weil die Gemeinschaft ganz konkret besteht. Die Messe wird gefeiert in Verbindung mit der Kirche des Himmels, mit Maria, Joseph und allen Heiligen. Und in jeder Messfeier wird für die Verstorbenen gebetet. Am Ende des Hochgebetes antworten alle mit „Amen“, „so sei es“, „ich glaube es“. Das ist nicht einfach so dahingesagt, sondern ein Bekenntnis! Die Heilige Messe mitfeiern und mitbeten ist ein Bekenntnis!

 

5. Das Kirchenrecht lässt nur die Ausnahme im Todesfall zu

Sie sprechen Canon 844, 4 an. Dort ist ausdrücklich von „Todesgefahr“ oder einer „anderen schweren Notlage“ die Rede und von dem Fall, dass ein Geistlicher der eigenen Gemeinschaft nicht erreichbar ist. Die Kriterien müssen sich also auf der Ebene solch gravierender Umstände bewegen. Uns scheint, dass allein das Leben in konfessionsverschiedener Ehe diese Kriterien nicht erfüllen und auch nicht allein zu einer „gravis spiritualis necessitas“ („schwere geistliche Notlage“) führen kann. Auch da erbitten wir eine Klärung.

 

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