Homosexualität = „liebevolle Beziehung“

Bischof Overbeck: ‚Synodaler Weg‘ = Kapitulation vor dem Zeitgeist

Berlin, 20.Juli 2019

Gut neun Jahre ist es her, da war der Ruhrbischof aus Essen der letzte mutige Bischof, der die gute und jahrtausendalte und katholische Lehre über gelebte Homosexualität in der Talkshow von ‚Anne Will‘ öffentlich zur besten Sendezeit verteidigt hat.[1]

Nicht nur wurde er medial regelrecht verdroschen, nein, auch seine lieben Mitbrüder schwiegen ziemlich eiskalt.

Nun, was sollte er machen? Wenn die Mehrheit halt den Verrat an der katholischen Sexualmoral will, dann kann man nur lernen, nicht wahr? Und er lernte, wie ich dokumentiert habe.[2]

Es ist leider grausam wahr, was unser Papa Emeritus im März 2019 zum Missbrauchsskandal geschrieben hat, als er vom „Zusammenbruch der katholischen Moraltheologie“[3] sprach.

In seinem Hirtenbrief zum Jahresanfang 2019[4] hat Bischof Overbeck angedroht: „Neue wissenschaftliche Erkenntnisse provozieren uns zu Recht. Insbesondere die äußerst negative Bewertung der Homosexualität braucht eine dringende Korrektur. Ich selbst bin hier durch meine persönlichen Begegnungen und eine vertiefte Auseinandersetzung mit diesem Thema zu neuen Einsichten gekommen. Darum bin ich überzeugt davon, dass sich unsere kirchliche Lehre in dieser und anderen sexualethischen Fragen weiterentwickeln muss.“[5]

Das war seine Mission seitdem er 2010 so übel im Stich gelassen wurde, dafür trommelt er auch propagandistisch.

Zum Beispiel in der Februar-Ausgabe der ‚Herder Korrespondenz‘; dort stellt er fest, was er seit Jahren in den Medien verlautbart: „Jeder Mensch kann äußerst respekt- und liebevoll zwischenmenschliche Beziehungen eingehen.“[6]

Und: „Die ‚Entpathologisierung‘ der Homosexualität bedeutet für die Betroffenen eine überfällige Befreiung aus teilweise immensen Leidensgeschichten in Vergangenheit und Gegenwart.“[7]

Und: „Es wird daher Zeit, die kirchliche Debatte über die Wahrnehmung und Bewertung von Homosexualität so zu führen, dass die kaum vernarbten Wunden vergangener Verletzungen nicht erneut aufgerissen werden.“[8]

Bischof Overbeck erwähnt nicht die geltende katholische Lehre, die im Naturrecht wurzelt und als Ziel der Sexualität natürlich die Fortpflanzung nennt.

Wie aber soll das Missverhältnis von Homosexualität zur Heterosexualität erklärt werden, wenn Fortpflanzung allein zwischen Mann und Frau möglich, weil nur so Kinder gezeugt werden können?

Und: warum soll die katholische Kirche zweitausend Jahre lang so verbohrt sein, dass sie eines Bischof Overbecks bedarf, der sie „der fundamentalistischen Versuchung der vermeintlichen ‚einfachen‘ Antworten“[9] zeiht?

Nein, Bischof Overbeck war einst der katholische Buhmann Deutschlands – jetzt ist er die Avantgarde der Modernisten. Und allen voran, wie überall in Deutschland, die Caritas Essen. Sie mischt natürlich beim CSD-Gottesdienst mit, was auch sonst![10]

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Josef_Overbeck

[2] https://stephangroene.blog/2018/10/07/in-aller-oeffentlichkeit-ix-homo-haeresie-im-bistum-essen/

[3] https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-04/papst-benedikt-xvi-wortlaut-aufsatz-missbrauch-theologie.html

[4] https://www.bistum-essen.de/fileadmin/relaunch/Bilder/Bistum/Bischof/Texte_Ruhrbischof/Wort_des_Bischofs_2019.pdf

[5] Wort des Bischofs, 13f.

[6] Herder Korrespondenz 2/2019, 6.

[7] Ebd.

[8] Ebd.

[9] Ebd.

[10] http://www.ruhr-csd.de/csd/csd-Programmheft

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