Sodom und Gomorrha: Lehramt verwirft gelebte Homosexualität

Sodom und Gomorrha: Zerstörung wegen Homo-Sex

Berlin, 28.Juli 2019

Viertausend Jahre wurde die beispiellose Erzählung über Sodom und Gomorrha im ersten Buch des Alten Testaments der Heiligen Schrift, Genesis, in den Kapiteln 18 und 19 als genau das gelesen, was es ist: die versuchte ruchlose sexuelle Unzucht zwischen Mann und Mann.

Und genau jetzt soll alles ganz anders zu verstehen sein? Nur eine Geschichte über Gastfreundschaft, die angeblich nicht gewährt wurde?

Wie verblendet müssen all die vielen Hunderttausend Israeliten und die vielen Millionen Heidenchristen gewesen sein, die Sodom und Gomorrha als Synonym für gleichgeschlechtliche Schande gesehen haben?

Schauen wir einmal, ob die so genannten erleuchteten Besserwisser unserer Tage wirklich nicht Opfer ihrer lächerlichen Wunschträume sind.

 

  1. Die Erzählung von Sodom und Gomorrha

Eindeutig ist die Einheitsübersetzung; die Männer von Sodom sprachen zu dem Israeliten Lot:

„Wo sind die Männer, die heute Nacht zu dir gekommen sind? Bring sie zu uns heraus, wir wollen mit ihnen verkehren.“ (Gen 18,5b)

Die Deutung „wir wollen mit ihnen verkehren“ ist unumgänglich, denn Lot versucht verzweifelt, diese Gräueltat zu verhindern, indem er ihnen seine eigenen beiden jungfräulichen Töchter anbietet. Lot sagt:

„Meine Brüder, tut doch nicht das Böse! Seht doch, ich habe zwei Töchter, die noch nicht mit einem Mann verkehrt haben. Ich will sie zu euch herausbringen. Dann tut mit ihnen, was euch gefällt.“ (Gen 18,7.8a)

Ganz klar ist: hier geht es eben gerade nicht um eine wie immer geartete reine Gastfreundschaft, sondern um sexuelle Perversion – über Fremde darf man sexuell herfallen, da sie nicht zählen.

Und selbst als Lot seine eigenen Töchter praktisch zur Vergewaltigung anbietet, um diese himmelschreiende Sünde der gleichgeschlechtlichen Schande unbedingt zu verhindern, scheitert er an dem bösen Mutwillen der Sodomiter.

Ja, Homosexualität war im Alten Israel vollständig verpönt.

 

  1. Die Parallelerzählung von der Schandtat in Gibea

Als ein Israelit in eine kleine Stadt namens Gibea mitten im Gebiet des israelitischen Stammes Benjamin kommt, bietet ihm ausgerechnet ein Fremder Gastfreundschaft an.

In der Heiligen Schrift Alten Testamentes heißt es:

„da umringten die Männer der Stadt, übles Gesindel, das Haus, schlugen an die Tür und sagten zu dem alten Mann, dem Besitzer des Hauses: Bring den Mann heraus, der in dein Haus gekommen ist, damit wir ihn erkennen!“ (Richter 19,22)

Was mit „erkennen“ gemeint ist, drückt die Einheitsübersetzung wiederum vorbildlich aus, indem der alte Mann sagt:

„Nein, meine Brüder, so etwas Schlimmes dürft ihr nicht tun. Dieser Mann ist als Gast in mein Haus gekommen; darum dürft ihr keine solche Schandtat begehen.“ (Gen 19,23b)

Und wieder soll der gleichgeschlechtlichen Schande gewehrt werden, indem der Vater seine eigene Tochter den Gewalttätern zur Vergewaltigung anbietet:

„Siehe, da sind meine jungfräuliche Tochter und seine Nebenfrau. Sie will ich zu euch hinausbringen: vergewaltigt sie und macht mit ihnen, wie es gut ist in euren Augen. Aber an diesem Mann dürft ihr keine solche Schandtat begehen.“ (Gen 19,24)

Nun, die Geschichte endet damit, dass die Israeliten den Stamm Benjamin genau wegen dieser gleichgeschlechtlichen Schande praktisch ausrotten, indem sie alle Männer töten.

Wir dürfen durchaus annehmen, dass sowohl der Israelit Lot als auch der alte Mann seine Tochter geliebt hat: warum wollen sie unbedingt die gleichgeschlechtliche Schande verhindern?

Es ist das tiefe Wissen um die Schande im menschlichen Tun!

 

  1. Das israelitische Heiligkeitsgesetz verbietet kategorisch Homo-Unzucht

Im 18.Kapitel des dritten Buches Mose steht geschrieben:

„Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.“ (Lev 18, 22)

Einige Verse später wird erklärt, was ein ‚Gräuel‘ mit seinen Folgen ist – genau die Erklärung dafür, warum Gott Sodom und Gomorrha vernichtet hat:

„Denn all diese Gräueltaten haben die Leute begangen, die vor euch im Land waren; und so wurde das Land unrein. Wird es etwa euch, wenn ihr es verunreinigt, nicht ebenso ausspeien, wie es die Nation vor euch ausgespien hat? Alle nämlich, die irgendeine dieser Gräueltat begehen, werden aus der Mitte ihres Volkes ausgemerzt.“ (Lev 18,27-29)

Das genau ist die Brücke zum Naturgesetz, wenn Paulus genau diese Gräuel der Heiden als contra naturam bezeichnet.

 

  1. Paulus geißelt Homosexualität als guter Israelit: contra naturam

Die naturrechtliche Argumentation ist ganz alttestamentlich, wenn sie erkennt, was jeder wissen kann: die Sexualität ist zwischen Mann und Frau gewollt, weil sie allein hier zu Kindern führt!

Als besonders verworfen und verkommen geißelt der Völkerapostel gleichgeschlechtliche Schande:

„die Männer [gaben] den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander: Männer treiben mit Männern Unzucht und erhalten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.“ (Röm 1,27)

Für Paulus ist klar, dass jeder Denkende wissen kann, was der „natürliche Verkehr mit der Frau“ im Gegensatz zum widernatürlichen ist, weil jeder Blick zwischen die Beine eines jeden Menschen zeigt, wofür die Geschlechtsteile geschaffen wurden und wie sie buchstäblich zu- und ineinander passen.

Nein, es ist nicht der Kirchenvater Augustin, der irgendwelche verschrobenen Deutungen irgendwem unterschiebt, wie ich schrecklicherweise heute hören musste.

 

  1. Katechismus nennt Homosexualität eine „himmelschreiende Sünde“

Das katholische Lehramt steht in der viertausendjährigen Geschichte der jüdisch-christlichen Tradition, wenn es erklärt:

„Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘ (CDF, Erkl. ‚Persona humana‘ 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen.“ (KKK 2357)

Ja, das katholische Lehramt hat immer diese eindeutige Linie vom Alten zum Neuen Bund bekräftigt und betont:

„Die katechetische Tradition erinnert auch daran, daß es himmelschreiende Sünden gibt“: „die Sünde der Sodomiten“ und verweist eben auf Gen 18,20 und 19,13 (KKK 1867).

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