Ja, wir haben ein Antisemitismus-Problem!

Zeigen wir Solidarität mit unseren älteren Brüdern und jüdischen Mitbürgern!

Berlin, 12.Oktober 2019

Liebe Jüdische Gemeinden in Halle und Berlin,

mit großem Entsetzen musste ich, wie so viele andere Deutsche auch, feststellen, dass Ihre Synagogen wohl nur z.T. gut gesichert sind.

Es ist ein schlichtes Wunder, dass der deutsche Antisemit und Terrorist Stephan Balliet in der Synagoge von Halle kein Blutbad angerichtet hat.

Und es ist offenkundiges Versagen unseres Rechtsstaates, dass am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur unsere Polizei in Halle, und gewiss an vielen anderen Orten, nicht präsent war.

Und es ist noch mehr: offenkundig haben wir ein großes Antisemitismus-Problem in meinem Vaterland, wenn ein hoher AfD-Politiker, der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Deutschen Bundestag, ganz offen antisemitische Hetze über Twitter teilt, in welcher von so genannten ‚Bio-Deutschen‘ ‚Opfern‘ und dem ‚Herumlungern‘ von Politikern in ‚Moscheen und Synagogen‘ gefaselt wird. Der Twitter-Account von Herrn Stephan Brandner ist aktiv – und von einer Entschuldigung ist die AfD meilenweit entfernt.

Jesus, Maria und alle Apostel waren Juden, von denen wir aus dem Neuen Testament wissen: „das Heil kommt von den Juden“ (Johannes 4,22).

So sind Sie also unsere älteren Brüder, wie unser Heiliger Vater Paul VI. gut erkannt und formuliert hat!

 

Gott segne Sie alle: jüdische Deutsche und deutsche Juden! Niemals darf die Hydra des menschenverachtenden Antisemitismus sein Haupt wieder erheben!

Wehren wir den Anfängen!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

 

Stephan Gröne

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s