Seit wann ist Diebstahl ‚fromm‘?

Wenn ein Grünschnabel die Manieren von linken Antifa-Nazis hat

Berlin, 4.November 2019

Da fliegt ein junger Mann aus Österreich namens Alexander Tsch. nach Rom, um eigens die italienischen Katholiken darüber aufzuklären, wie gottlos und heidnisch sie sind.[1]

Weil es mitten in einer römischen Kirche Figuren gibt, die viele Bedeutungen haben; eindeutig ist nur, dass ein christlicher Künstler nicht der Urheber ist, sondern wohl Indianer aus dem Urwald Amazoniens.

Ja, es ist noch nicht einmal geklärt, inwiefern die Indigenen überhaupt einigen Figuren eine Bedeutung geben; Wikipedia urteilt leidenschaftslos: „Es gibt keine Abbilder, die Pachamama darstellen. Die Figuren, die auf den Märkten feilgeboten werden, sind neueren Datums und ausschließlich für Touristen hergestellt worden. Die Einheimischen selber brauchen und benutzen kein Abbild.“[2]

Ganz eindeutig sind die Straftatbestände: Alexander Tsch. raubt das fremde Eigentum, wirft es in den Tiber und ist dabei stolz wie Oskar.

Und heute Vormittag kommt mir doch glatt der Morgenkaffee hoch: er soll ein so genannter Lebensschützer sein – also so einer, wie ich es bin.

Und da beginnt mein Hirn zu arbeiten: war da nicht noch etwas?

 

  1. Live beim Marsch für das Leben 2019: Diebstahl, Gotteslästerung und Nötigung

Auch Alexander Tsch. war wohl mit dabei, wie ich von einigen Facebook-Freunden erfahren habe.

Die linken Antifa-Nazis taten ganz genau, aber so was von ganz genau, was dieser Österreicher auch tat: sie erregten öffentliche Ärgernisse vom Allergröbsten!

  • Ohrenbetäubende Musik vom Brandenburger Tor sollte jede abweichende Meinungsäußerung unmöglich machen.
  • Sie stahlen mindestens drei Kreuze – und warfen sie in die Spree (nicht: Tiber).
  • Einige mehr oder weniger attraktive Vertreter des weiblichen Geschlechtes zeigten ihre Rundungen in der ganzen Nacktheit, zu der sie fähig waren.
  • Zwei Sitzblockaden von mehr als einer Stunde sollte die Andersdenkenden so mürbe machen, dass sie einfach wieder nach Hause gehen und in keinem Fall im nächsten Jahr wiederkommen.
  • Die obszönen und blasphemischen Sprüche sind schon ein Tiefschlag für jede Debattenkultur: „Wir sind die Perversen“ und „Hätt`Maria abgetrieben, wärt‘ ihr uns erspart geblieben“.

Was sollte die Wirkung auf das umstehende Publikum sein? Keine Frage: Spießrutenlaufen für alle diejenigen, die wissen, dass das Strafgesetzbuch auf der Seite Gottes ist, wenn es feststellt, dass Kindsmord „rechtswidrig“ ist, wenn auch „straffrei“ – bis zu einem gewissen Grad.

Immer wieder habe ich mit diese eine Frage gestellt: wie müssen diese enthemmten Menschen Gott hassen, wenn sie noch nicht einmal das christliche Kreuz als Symbol stehen lassen können? Warum lassen sie uns nicht einfach unsere Meinung sagen, wenn schon alle Gesetze längst im Sinne der Abtreibung durchgesetzt worden sind – und fast alle Parteien dem zugestimmt haben?

 

  1. Die Sensationsgier von Alexander Tsch. zerstört jede Diskussion

Thema der Amazonas-Synode war die Mission der Indigenen. Die heilige Hierarchie mit geweihten Amtsträgern wie Kardinälen, Bischöfen und dem Heiligen Vater machte sich Gedanken, wie das Amazonas-Becken zu missionieren ist – Mission heißt Umkehr zu Jesus, wie es Franziskus in der Eröffnungsansprache am 7.Oktober 2019 sagte: „Und auch mit Augen des Missionars, denn die Liebe, die der Heilige Geist in uns gelegt hat, spornt uns an zur Verkündigung Jesu Christi. Diese Verkündigung – das wissen wir alle –, darf nicht mit Proselytismus verwechselt werden. Vielmehr nähern wir uns der Betrachtung der Wirklichkeit von Amazonien mit pastoralem Herzen an, mit den Augen des Jüngers und des Missionars, denn uns drängt die Verkündigung des Herrn.“[3]

Viele Menschen aus Südamerika schauten im Oktober auf Rom – und einige kamen und brachten mit, was sie bewegt.

Nun, der Heilige Vater hatte viele von ihnen eingeladen, auch um an der Amazonas-Synode teilzunehmen. Sie sollten sehen, was die Weltkirche für diese Menschen am Rande tun würde.

Vollkommen zu Recht schauten viele Millionen Menschen auf dieses Ereignis.

Und Alexander Tsch. nutzte die Gunst der Stunde für seinen Medienauftritt: der angebliche Held, der die katholische Kirche rettet.

Auspionieren, Diebstahl, öffentliche Schändung, Gotteslästerung und Sachbeschädigung sind wohl Straftatbestände, auf die die linken Antifa-Nazis stolz sind: und Sie, Herr Alexander Tsch., sind es?

[1] http://kath.net/news/69620

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Pachamama

[3] http://w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2019/october/documents/papa-francesco_20191007_apertura-sinodo.html

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