10 Kapitulanten drängen zum Abgrund

Wenn der Apostolische Stuhl nicht eingreift, ist die deutsche Ortskirche verloren

Berlin, 9.November 2019

Als ich zum ersten Mal vor vier Tagen die Meldung von den zehn Generalvikaren las, die ihre Bischöfe „auf verbindliche Entscheidungen“[1] verpflichten möchten, schaute ich gleich nach: Ja, mein Berliner Erzbistum ist leider auch vertreten.

Was bedeutet das alles?

 

  1. Der gesamte kirchliche Funktionärsapparat ist häretisch: mit wenigen Ausnahmen

Wir reden von vielen, mit Kirchensteuergeldern bezahlten, so genannten Katholiken, die in Wahrheit die kirchliche Lehre massiv unterwandern.

Im letzten Jahr haben ich dem Präfekten der Bischofskongregation sowie dem Apostolischen Nuntius insgesamt dreizehn Bistümer zur Anzeige gebracht, die ganz offen homosexuelle Beziehungen fördern, darunter ist zu verstehen: sie bieten genau dazu auf den Bistums-eigenen Internetportale gezielte Angebote an.[2]

  1. Berlin
  2. Köln
  3. München
  4. Essen
  5. Freiburg
  6. Limburg
  7. Speyer
  8. Mainz
  9. Magdeburg
  10. Rottenburg-Stuttgart
  11. Trier
  12. Osnabrück
  13. Münster

Ja, es geht um eine Ansammlung von einigen zehntausend Pastoralreferenten und Assistenten.

Und weitere 600.000 Mitarbeiter der Caritas Deutschland, die in diesem Bereich mindestens teilweise tätig sind.

Das ist wohl eine knappe Million von hauptamtlich Tätigen, die diese Generalvikare repräsentieren.

Und um welche Inhalte geht es?

 

  1. Die Dauerbrenner: Onanie, Verhütungsmittel, Ehescheidung und Homosexualität

Ja, es geht um die gesamte Sexualmoral – von Erwachsenen, natürlich.

Denn es geht um ein Positionspapier des so genannten ‚Forum Sexualmoral‘ vom 13./14.9.19, welches ganz offiziell auf der Seite der Deutschen Bischofskonferenz abgerufen werden kann.[3]

Widersprüchlich ist schon der Grundsatz: „Positiv gesprochen wird das von Jesus Christus verheißene Leben in Fülle in unserer Zeit oft und gerade in Liebesbeziehungen spürbar.“[4]

Was die menschliche Sexualität mit der Vergebung der Sünden durch Jesus Christus zu tun, wird allerdings nicht ausgeführt.

Stattdessen wir ausgeführt, dass es ab jetzt – also ab den von den zehn Kapitulanten gewollten „verbindlichen Entscheidungen“ – keine Sünde mehr gibt.

Man könnte sagen: das Evangelium von der Vergebung der Sünden in Jesus Christus braucht es nicht mehr, denn was bisher Sünde war, ist es nicht mehr.

Praktisch die gesamte kirchliche Sexualmoral seit zweitausend Jahren wird abgeschafft:

  1. Onanie wird dort als „self sex[5] propagiert
  2. Künstliche Verhütungsmittel: „nicht jeder Sexualakt muss zeugungsoffen bleiben“[6]
  3. Homosexuelle Partnerschaften: „auch gleichgeschlechtliche Handlungen verwirklichen positive Sinnwerte“[7]
  4. Ehebruch und Wiederheirat sind gemeint, wenn im Hinblick auf die sakramentale Ehe festgestellt wird: „durch vielerlei Lebenskonstellationen ist es nicht allen Menschen möglich, diese Höchstform der partnerschaftlichen Beziehung einzugehen“[8]
  5. Vorehelicher Geschlechtsverkehr: „Beziehung von Unverheirateten, sofern ihre Verbindung auf Dauer und Ausschließlichkeit angelegt ist“[9]

Lapidar wird dann festgestellt, dass irgendwie die Zehn Gebote ja doch noch gelten würden, wenn auch stark abgespeckt: „Mord; Folter oder Missbrauch“[10].

 

Nun, zu guter Letzt, bleibt zu fragen: sind Kinder nicht die Zukunft einer jeden Gesellschaft?

 

  1. Und die Kinder?

Nein, es geht niemals um Kinder, niemals geht es um die Minderjährigen.

Die fünf genannten sexualmoralischen Themen sind nicht diejenigen Themen, die Kinder ermöglichen – ganz im Gegenteil!

Warum fällt diesen elementar lebensfeindlichen Generalvikaren gar nicht auf, dass alle propagierten Forderungen Kinder gerade nicht ermöglichen?

Nein, Onanie führt nicht zur Schwangerschaft. Nein, Ehebruch führt ebenfalls nicht zu mehr Kindern. Gleiches gilt für künstliche Verhütungsmittel sowie voreheliche und gleichgeschlechtliche Beziehungen.

Jesus Christus ist also nicht mehr ein Freund des Lebens, sondern wurde zum Abgott der Versexung der Kirche.

Wir müssen hoffen und beten, dass der Heilige Vater Franziskus bald in Deutschland eingreift, sonst die deutsche Ortskirche nicht mehr katholisch, sondern ganz und gar Nationalkirche.

[1] https://www.bistum-essen.de/fileadmin/relaunch/Meldungen/PDF_fuer_Meldung/20191105_Generalvikare_auf_dem_Synodalen_Weg.pdf

[2] Siehe stephangroene.blog unter der Kategorie ‚Homo-Häresie‘.

[3] https://dbk.de/fileadmin/redaktion/bildmaterial/themen/Synodaler_Weg/Arbeitspapier-Stand-10.-Sept.-2019_Forum-Sexualmoral.pdf

[4] A.a.O., 1.

[5] A.a.O., 14.

[6] Ebd.

[7] Ebd.

[8] A.a.O., 15.

[9] Ebd.

[10] A.a.O., 16.

2 Gedanken zu “10 Kapitulanten drängen zum Abgrund

  1. Was ist denn das für ein widerliches Arbeitspapier? Ist das wirklich von der Deutschen Bischofskonferenz oder eine kompromittierende Fälschung? Wenn das echt ist, warum nicht gleich Pornographie, Prostituion und Promiskuität legalisieren?

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