Liebe Tradis: bitte ruhig Blut!

Warum wir zu wahrem Gehorsam verpflichtet sind

Berlin, 16.November 2019

Was ist eigentlich in Rom so Schreckliches geschehen, dass so viele Katholiken meinen, der Heilige Vater wäre vom wahren katholischen Glauben abgefallen?

Halten wir fest:

  1. Ja, in Rom haben Menschen aus dem Amazonasbecken verschiedene Figuren nach Rom in den Vatikan gebracht.
  2. Nein, es gab offensichtlich keine Leibesvisitation und keine Anweisungen des Heiligen Vaters, was alles negativ verboten ist.
  3. Ebenfalls gab es also positiv keine Anweisungen, welche Figuren erlaubt sind.
  4. Nein, es war nicht der Heilige Vater, der diese Figuren nach Rom brachte.

Und jetzt? Was ist jetzt eigentlich geschehen, dass die ganze katholische Welt in ein Geschrei ausartet, wie es der Teufel nicht schlimmer anrichten könnte.

Wir sind katholisch, weil wir als Katholiken von den Verheißungen unseres Heilandes Jesus Christus leben – die ER wahr macht, nicht wir.

Und: was hat der Herr Jesus Christus – nicht wir – seiner katholischen Kirche verheißen?

 

  1. Jeder gute Katholik ist zu „wahrem Gehorsam“ verpflichtet

Hier will ich gerade die Dogmatische Konstitution Pastor aeternus[1] des Ersten Vatikanischen Konzils zitieren – gerade gegenüber den Freunden der Tridentinischen Messe:

„Wir lehren demnach und erklären, daß die Römische Kirche auf Anordnung des Herrn den Vorrang der ordentlichen Vollmacht über alle anderen innehat und daß diese Jurisdiktionsvollmacht des Römischen Bischofs, die wahrhaft bischöflich ist, unmittelbar ist: ihr gegenüber sind die Hirten und Gläubigen jeglichen Ritus und Ranges – sowohl einzeln für sich als auch alle zugleich – zu hierarchischer Unterordnung und wahrem Gehorsam verpflichtet, nicht nur in Angelegenheiten, die den Glauben und die Sitten, sondern auch in solchen, die die Disziplin und Leitung der auf dem ganzen Erdkreis verbreiteten Kirche betreffen“(Kapitel 3: ‚Bedeutung und Wesen des Primates des Römischen Bischofs‘).[2]

 

  1. Weil es unser Dogma ist: die immerwährende Irrtumslosigkeit der Kirche

Diese Konstitution Pastor aeternus heißt wirklich vollkommen richtig zu Deutsch: ewiger Hirte!

Die Väter des Ersten Vatikanischen Konzils, liebe Freunde der Tridentinischen Messe, erkannten nämlich das, was alle Katholiken zu allen Zeiten glaubten, und bekräftigten:

„Ihre apostolische Lehre haben ja alle ehrwürdigen Lehrer verehrt und befolgt; denn sie wußten voll und ganz, daß dieser Stuhl des heiligen Petrus von jedem Irrtum immer unberührt bleibt, gemäß dem an den Fürsten seiner Jünger ergangenen göttlichen Versprechen unseres Herrn und Erlösers: ‚Ich habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht versage; und du, wenn du einmal bekehrt bist, stärke deine Brüder‘[Lk 22,32]“[3].

Für die Lateiner unter uns: „ab omni semper errore illibatam permanere“!

 

  1. Und was sagt der Heilige Vater zu den Krakeelern, z.B. am 12.November 2019?

In der Frühmesse können wir den Stellvertreter Christi in Aktion erleben, der die großen Wahrheiten unseres Glaubens erklärt.

Niemand spricht so viel vom Teufel, als unser Heiliger Vater Franziskus:

„Der Papst analysierte den ersten Vers, in dem der Prophet daran erinnert, dass Gott ‚den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht‘ habe, doch durch den Neid des Teufels ‚kam der Tod in die Welt und ihn erfahren alle, die ihm angehören‘“.[4]

Und als würde er über seine vielen Feinde außerhalb des Vatikans sprechen, stellt Franziskus

„dann einen fiktiven Dialog mit den Gläubigen vor: ‚Aber, Pater – ich vernichte niemanden‘. ‚Nein? Und was ist mit dem Geschwätz, das du verbreitest? Warum redest du über jemand anderen? Damit zerstörst du ihn‘.“[5]

Und:

„Dahinter steckt jemand, der uns dazu bewegt, diese Dinge zu tun. Das ist es, was wir über die Versuchung sagen. Wenn wir zur Beichte gehen, sagen wir zum Herrn: ‚Vater, ich hatte diese Versuchung, diesen anderen, diesen anderen…‘. Es geht um jemanden, der dein Herz berührt, damit du den falschen Weg gehst. Jemand, der Zerstörung in unseren Herzen sät, der Hass sät. Und heute müssen wir es klar sagen, es gibt so viele Hassstifter in der Welt, die zerstören.“[6]

Unser Heiliger Vater nennt das einzige Möbelstück, das das Übel der Verleumdung und Verdrehung heilt: den Beichtstuhl!

Vielleicht sollten die vielen selbst ernannten Teufelsaustreiber und Götzenzerstörer mal wieder zur Beichte gehen, um dem Teufel nicht so eine so offensichtlich offene Flanke zu geben?

[1] http://www.kathpedia.com/index.php/Pastor_aeternus_(Wortlaut)

[2] DH 3060.

[3] DH 3070.

[4] https://www.vaticannews.va/de/papst-franziskus/santa-marta-messe/2019-11/santa-marta-teufel-hass-saeen-nazi-berliner-mauer-fruehmesse.html

[5] Ebd.

[6] Ebd.

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